Nachhaltigkeit

Der Campus Fichtenhain ist ein Modellprojekt zur Nachhaltigen Gewerbegebietsentwicklung in NRW des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW (MKULNV NRW). Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt vom ILS - Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung.

In dem vom MKULNV NRW inszenierten Modellprojektverbund sind derzeit elf Kommunen (von der ländlichen Gemeinde bis zur Großstadt) zusammengeschlossen, deren gemeinsames Ziel, die Entwicklung und Vermarktung von Gewerbeflächen unter Berücksichtigung nachhaltiger Kriterien ist.

Aspekte der Nachhaltigkeit sind u.a.:

• infrastrukturelle ökologische Ver- und Entsorgung
• ökologische und sozialverträgliche Innen- und Außenerschließung
• vorrangige Nutzung und Rekultivierung von Brachen oder vorhandener Industriegebiete
• modellhafte Wärme- und Energieversorgung unter höchstmöglicher Einsparung von CO2-Emissionen
• nachhaltiges wasserwirtschaftliches Konzept mit einer modellhaften Nutzung von Schwarz- und Grauwasser
• Ausrichtung und Umbau der Baukörper unter Berücksichtigung der Topographie, der Windexposition, der passiven und der aktiven Sonnenenergie

Ebenso dazu gehören:

• Baubiologische Qualität bei der Herstellung oder Sanierung von Gebäuden unter Berücksichtigung der Lebenszyklen der eingesetzten Materialien und Verfahren
• Nachhaltiges Wirtschaften der Unternehmen mit ökologisch optimierten Betriebsprozessen, mit Einsparungen betrieblicher Ressourcen und der Schaffung von Stoffkreisläufen durch den Einsatz von Umweltmanagementsystemen (z.B. EMAS, Ökoprofit, PRUMA)
• Vernetzung und Kooperation der einzelnen Unternehmen z.B. gemeinsame Nutzung von Infrastruktur, Produktionsanlagen oder Gerätschaften, Lagerkapazitäten, Abfallmanagement, gemeinsame Werbeaktivitäten, Implementierung von Umweltmanagementsystemen usw.
• Entwicklung von Synergien in inhaltlichen Bereichen wie Forschung und Entwicklung, Qualitätssicherung, Personalentwicklung etc.
• Schaffung einer Infrastruktur für Unternehmen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, z.B. durch Restauration, zentrale Serviceeinheiten, Seminar- und Tagungsräume etc.

Langfristiges Denken statt kurzfristiges Handeln